URL: www.st-anton-cbs-speyer.de/aktuelles/presse/christoph-prost-sagt-tschoe
Stand: 01.09.2015

Pressemitteilung

Christoph Prost sagt „tschö“

Der bisherige Anton Prost (links) verlässt St. Anton, sein Nachfolger ist Sebastian Wagner.Der bisherige Anton Prost (links) verlässt St. Anton, sein Nachfolger ist Sebastian Wagner.Caritas/Andrea Daum

"Prost habe ich gesagt", erinnerte sich Christoph Prost schmunzelnd an seine ersten Worte, als ihm  mit einem Anruf seitens der Caritas die Stelle in St. Anton angeboten wurde, die er im April 1991 antrat. Lehrer für die Sekundarstufe II, eine einjährige Ausbildung zum Marketing-Assistenten und Berufserfahrung im sozialen Bereich brachte Prost mit. Mit dieser Qualifikation "schien er uns geeignet als Einrichtungsleiter", sagte Thomas Weber von der Caritas Betriebsträgergesellschaft Speyer (CBS).

Eine Einschätzung, die richtig war - das zeigte der große Zuspruch, den Prost beim Abschied von allen Seiten erfuhr. Die Arbeit in der Pflege habe sich gravierend verändert, sagte Weber. Dennoch habe sich für Prost nie etwas am wichtigsten Ziel bei seiner Arbeit geändert: Alle Dienstleistungen sollten darauf ausgerichtet werden, den Bewohnern im Altenzentrum St. Anton im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben zu bieten. Dass ihm das gelungen sei, bestätigte auch Dekan Johannes Pioth.

 "Christoph Prost war ein innovativer Heimleiter, der immer über den Tellerrand hinausgeblickt hat", lobte Weber. Ganz wichtig sei Prost die Netzwerkarbeit gewesen, die dem Altenzentrum viel gebracht habe. Dazu zählten auch herausragende Projekte wie das preisgekrönte "Tanzcafé Vergissmeinnicht". All das, resümierte Weber, würde nicht ohne funktionierendes Team gehen. Nicht ohne Mitarbeiter, die, das habe eine Mitarbeiterbefragung bescheinigt, eine außergewöhnlich hohe Zufriedenheit bestätigt hätten, nicht ohne engagierte ehrenamtliche Helfer.

 "Ich habe sehr viel erreicht, aber das geht nur mit einem ganzen Team", betonte auch Prost, der aus persönlichen Gründen nach Maria Rosenberg wechselt. Dort hat er die Möglichkeit, im Sozialdienst stärker mit Bewohnern zusammenzuarbeiten und mit etwas weniger Bürokratie konfrontiert zu sein. Die neue Stelle eröffnet ihm zudem die Möglichkeit, die geplante Altersteilzeit zu realisieren.

Seinerzeit habe er sich ganz bewusst bei der Caritas beworben, erinnerte sich Prost, der auch an der Findung und Formulierung des Caritas-Ziels: "Wir pflegen Menschlichkeit" beteiligt war. Mitarbeitern und Bewohnern müsse es gut gehen, machte Prost deutlich. Die Lebensfreude kam in St. Anton nie zu kurz. Ob im Tanzcafé oder bei den Karnevalsveranstaltungen, die unter dem Motto standen: "Feiern bis die Prothese wackelt".

Dass Prost und sein Team vieles richtig gemacht haben, verdeutlicht wohl am besten eine Anekdote Prosts. Zwei demente Bewohner hätten mal zu ihm gesagt, dass sie nie im Altenheim leben möchten, aber wenn doch, dann hier in St. Anton. "Prost, das war es", verabschiedete die CDU-Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer den langjährigen Einrichtungsleiter, der ein offenes Haus in St. Anton geschaffen habe.  

Seinem Nachfolger Sebastian Wagner (42), der zuvor Einrichtungsleiter im  Altenzentrum St. Nikolaus in Landstuhl war, das im November vergangenen Jahres geschlossen wurde, überreichte Prost den Schlüssel für das 104 Jahre alte Gebäude in Pirmasens, den "Heiligen Antonius" als Taschenheiligen und eine Caritas-Krawatte. "Meine erste Krawatte", sagte Wagner lachend, der den guten Geist von St. Anton bewahren möchte. Dass es weitere Veränderungen in der Pflegelandschaft geben werde und müsse, sei klar. Die Zahl der Pflegebedürftigen steige, da brauche es weitere Reformen in der Pflege, sagte Wagner vorausschauend. Entbürokratisierung wird auch ein Schwerpunktthema sein. Dass Wagner der richtige Mann für die Position sei, unterstrich Caritasdirektor Vinzenz du Bellier. In Landstuhl habe die Caritas, verbunden mit der Schließung der Einrichtung, Wagner vor eine sehr schwierige Aufgabe gestellt, die er gut gemeistert habe.  

Bildunterzeile:
Geschenke für den neuen Leiter: Den Schlüssel für das Haus, einen kleinen "Heiligen Antonius" und eine Krawatte überreichte der bisherige Einrichtungsleiter von St. Anton, Christoph Prost, seinem Nachfolger Sebastian Wagner.

Text und Bild: Caritasverband für die Diözese Speyer/Andrea Daum